Ich fand dort ca. 140 Kinder mit allen erdenklichen Handicaps vor. Ein Kinderheim mit über 20 Albinos, etliche Kinder mit Down-Syndrom, Epilepsie, geistiger Behinderung oder fehlenden Gliedmaßen. Beim Anblick dieser Kinder und Einzelschicksale hat es mir echt die Schuhe ausgezogen ... Ich habe selbst einen Sohn mit Handicap, 15 Jahre alt, Dravet-Syndrom, kognitiv 2-3 Jahre, 24/7 Betreuung. Ich habe dort etliche Kinder mit solchen Behinderungen gesehen - das ist für mich der Antrieb dort zu helfen. An einem Ort wo sich kein Tourist hinverirrt, da man von Deutschland aus mindestens 3 Flüge und eine 1,5-Stündige Autofahrt auf sich nehmen muss, um Katumba zu erreichen.
Außerdem habe ich dort trotz aller Widrigkeiten ein ergreifend herzliches und fürsorgliches Miteinander erlebt, was mich nach wie vor sehr bewegt. Und ausgerechnet diese Kinder leben in stallartigen Behausungen, wo einem nicht nur der beißende Uringeruch Tränen in die Augen treibt, sondern auch die Tatsache, dass sie auf dünnen stark verdreckten alten Schaumstoffmatten liegen und sich mit ihren wenigen Kleidungsstücken zum Schlafen zudecken ... auf 1700 m Höhe, kurz vor der Grenze zu Malawi, eine Gegend mit viel Niederschlag und kalten Nächten. Den Gesichtsausdruck von ihr als sie ihre Brille von mir bekam werde ich wohl nie vergessen!