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Kids‘ and Poors‘ Eyes

Herzenssache

hinsehen, wo andere wegschauen

Vor 10 Jahren war ich das erste Mal mit 2 Augenärzten von der Mosel im Norden von Namibia. Dort habe ich begriffen, dass die Versorgung der Menschen in Sachen Augenheilkunde in Afrika auf einem ganz anderen Level stattfindet als bei uns. Wenn in Deutschland ein Kind eine Kurzsichtigkeit von -1,0 dpt hat, bekommt es eine Brille. Damals wurde mir ein 12-jähriges Mädchen vorgestellt, das von seiner 5 jährigen Schwester zu mir gebracht wurde. Meine Messung ergab eine Kurzsichtigkeit von -18 dpt!

Den Gesichtsausdruck von ihr als sie ihre Brille von mir bekam werde ich wohl nie vergessen! Genauso ging es bei den Cataract-Operationen zu, wo ich an schulfreien Tagen assistierte. Hier wurde nicht wie in Deutschland operiert, nachdem die Sehleistung durch den grauen Star um 23 - 30 % gesunken war. Es waren meist Großeltern von Aidswaisen die am grauen Star erblindet sind und durch die OP wieder sehen konnten, wodurch sie sich um ihre 4-6 Enkel kümmern konnten. In Engela, Grenzstadt zu Angola, stieß ich auch zum ersten Mal bei meinen Untersuchungen auf Albinos. Kinder mit einer Pigmentstörung, meist auch auf der Netzhaut und daraus resultierend eine Sehleistung von unter 20%. Zu all den Mythen und Riten um diese Kinder kommt das Schicksal, dass eine Beschulung aufgrund der geringen Sehleistung kaum möglich ist, was diesen Kindern die Chance auf ein gutes Leben nimmt. Speziell um diese Albinos habe ich mich gekümmert, um mit Hilfsmitteln die Sehleistung auf ca. 40-50% zu steigern, und ihnen somit den Zugang zur Schulbildung zu ermöglichen. Genau aus diesem Grund bin ich nach mittlerweile mehr als 10 Einsätzen in Afrika auch in Katumba/ Tansania gelandet. Man hat mich an einen Ort geschickt, wo es angeblich ganz viele Kinder mit schlechten Augen gab!

Ich fand dort ca. 140 Kinder mit allen erdenklichen Handicaps vor. Ein Kinderheim mit über 20 Albinos, etliche Kinder mit Down-Syndrom, Epilepsie, geistiger Behinderung oder fehlenden Gliedmaßen. Beim Anblick dieser Kinder und Einzelschicksale hat es mir echt die Schuhe ausgezogen ... Ich habe selbst einen einen Sohn mit Handicap, 13 Jahre alt, Dravet-Syndrom, kognitiv 2-3 Jahre, 24/7 Betreuung. Ich habe dort etliche Kinder mit solchen Behinderungen gesehen - das ist für mich der Antrieb dort zu helfen. An einem Ort wo sich kein Tourist hin verirrt, da man von Deutschland aus mindestens 3 Flüge und eine 1,5 Stündige Autofahrt auf sich nehmen muss um Katumba zu erreichen. Außerdem habe ich dort trotz aller Widrigkeiten ein ergreifend herzliches und fürsorgliches Miteinander erlebt, was mich nach wie vor sehr bewegt. Und ausgerechnet diese Kinder leben in stallartigen Behausungen, wo einem nicht nur der beißende Uringeruch Tränen in die Augen treibt, sondern auch die Tatsache dass sie auf dünnen stark verdreckten alten Schaumstoffmatten liegen und sich mit ihren wenigen Kleidungsstücken zum schlafen zudecken ... auf 1700m Höhe, kurz vor der Grenze zu Malawi, eine Gegend mit viel Niederschlag und kalten Nächten.

Die roten Pullis die die Kinder tragen, wurden ihnen übrigens vor kurzem von der Regierung als Schuluniform gestellt, ein erstes deutliches Zeichen dass man dort wieder hinschaut und sich bemüht. Und die Kinder fühlen sich dadurch extrem aufgewertet und auch wertgeschätzt. Genau das war unsere Intension, diesen vergessenen Kindern ein Gesicht zu geben und zu einem etwas besseren Leben zu verhelfen.

Helfen und Spenden

Wir bitten Dich um eine Spende, um den vergessenen Kindern von Katumba ein Gesicht zu geben. Jeder Euro kommt dort an, wo er bitter benötigt wird – wir brauchen Deine Hilfe!
Bernd Gronbach, Sandro Hauth und HP Platten

Spendenkonto

Raiffeisenbank Bernkastel-Wittlich
IBAN DE42 5876 0954 0005 8600 00 
BIC GENODED1WTL
Verwendungszweck: Katumba

Wenn Du eine Spendenquittung benötigst, schreib uns eine Mail: spende@kids-and-poors-eyes.de

DKids´ and Poors´ Eyesie Welt mit Kinderaugen sehen - doch dieses Glück ist nicht jedem Kind der Welt vergönnt. Der Verein Kids´ and Poors´ Eyes International e.V macht sich für Kinder in Entwicklungsländern stark. Dr. Thomas Schwarz, Dr. Andreas Künster und Hans-Peter Platten reisen mit ihrem Team nach Tansania, Namibia, Mali, Al Salvador oder Thailand und untersuchen Schulkinder auf Augenerkrankungen und Fehlsichtigkeit. Eine Korrektur der Augen durch eine Sehhilfe oder ein operativer Eingriff vor Ort eröffnen den Kindern ganz neue Perspektiven.

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